Generelles

Die Kirche wurde 1036 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist dem heiligen Ulrich geweiht. Die älteste Kirche wurde in den Ruinen einer römischen Villa erbaut.

Die zweite Bauperiode fällt in die spätgotische Zeit um 1500. Seit der Einweihung der Kirche im Jahr 1504 wird sie «zu unserer lieben Frau auf Lindenberg» genannt.

Die Kanzel, die Altäre und die Altarbilder stammen aus der Bauperiode von 1700.

Seit dem Neubau der grossen Pfarrkirche 1924 in Mettmen-Schongau verlor sie an Bedeutung.

Bei Ausgrabungen 1951 wurden römische Mauerreste und ein frühmittelalterliches Kistengrab freigelegt, die heute dank kippbarer Kirchenbänke besichtigt werden können. 1951 ging der Besitz der Kirche von der römisch-katholischen Kirchgemeinde Schongau an die «Stiftung Alte Pfarrkirche Schongau» über.

Seit der Renovation von 1951-57 wird sie als beliebter Marien-Wallfahrtsort von Einheimischen und Fremden besucht und ist auch als Hochzeits-Kirche weit herum beliebt.


Römischer Gutshof

Die linke Bankreihe in der Kirche lässt sich aufklappen, so dass Sie einen Blick auf die Ausgrabungen werfen können. Neu gestaltete Informationstafeln auf dem Platz vor der Kirche geben Ihnen einen Überblick über die Geschichte dieses kulturgeschichtlich bedeutsamen Ortes. Die Kirche ist tagsüber frei zugänglich, der Schlüssel für den Klappmechanismus der Kirchenbank befindet sich bei der Treppe zur Kanzel.

Hinweise: Bitte Ruinen nicht betreten! Während Gottesdiensten ist keine Besichtigung möglich!

Orgel

Die Orgel ist 1898 umgebaut und als Hausorgel zu Graf Felix von Saedt, München, versetzt worden. Dort erweiterte sie die Firma Steinmeyer, Oettingen (D), 1909 nochmals auf 28 (!) klingende Register auf 2 Manualen und Pedal. 1920 schenkte Graf von Saedt das Instrument dem Kloster Engelberg, wo es in der Studentenkapelle des Kollegiums eingebaut wurde. Wegen eines Orgelneubaus wurde das Gehäuse dort 1945 redundant. 1961 gelangte das Gehäuse schliesslich in die kurz zuvor renovierte Wallfahrtskirche Oberschongau.1964 wurde ein neues Werk im historischen Gehäuse durch Kuhn AG, Männedorf, mit 6 Registern auf einem Manual ohne Pedal gebaut.